Krankheiten
Ein Mückenstich verursacht meist nur einen lästigen Juckreiz auf der Haut, aber Stech- und Kriebelmücken sowie Zecken können auch Krankheiten übertragen, in Europa ebenso wie in tropischen Ländern.
Malaria ist die weltweit am weitesten verbreitete Krankheit, die durch Parasiten übertragen wird. Sie fordert bei schwerem Verlauf die meisten Opfer.
Malaria wird von Parasiten ausgelöst, die beim Stich einer weiblichen Anopheles-Stechmücke ins Blut des Gestochenen übergehen können. Der Parasit selbst ist vielerorts weit verbreitet. Er infiziert die Leberzellen der Erkrankten, wandert in den Blutkreislauf und zerstört die roten Blutkörperchen.
Symptome: z.B. Fieber, Schüttelfrost, Gelenkschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
Sollten Sie nach der Rückkehr von einer Reise Symptome wie bei einer Malaria bei sich feststellen, suchen Sie umgehend Ihren Hausarzt auf.
Malaria ist sehr verbreitet in den tropischen Regionen Amerikas, vielen Teilen Asiens und in den meisten afrikanischen Ländern.
Gehen Sie rechtzeitig vor einer Auslandsreise zu Ihrem Hausarzt oder zu einem Facharzt. Möglicherweise müssen Sie drei Wochen vor der Abreise mit der Malariaprophylaxe beginnen.
Allerdings reichen diese Medikamente nicht aus, um Sie rundum vor Malaria zu schützen. Das Wichtigste ist, gar nicht erst gestochen zu werden. Dazu sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten: Benutzen Sie ein Mückenrepellent, tragen Sie geschlossene Kleidung und schlafen Sie unter einem Moskitonetz.
Das Denguefieber ist ein Virusinfekt, der lebensbedrohlich ist, wenn er als Fieber mit Blutungen in Erscheinung tritt.
Auf Menschen wird er durch den Stich von Stechmücken der Gattung Aedes übertragen, die oft in städtischen oder halbstädtischen Gegenden vorkommen können und tagsüber aktiver sind.
Ca. 50 Millionen Menschen erkranken jedes Jahr an Denguefieber.
Symptome: Plötzlicher schwerer grippeähnlicher Zustand (z.B. hohes Fieber, Blutungen, Kopf- und Gliederschmerzen, Steifheitsgefühl, Schwäche u.a.), oftmals gefolgt von möglichen schwerwiegenden Komplikationen, die als Denguefieber bekannt sind.
Sollten Sie nach der Rückkehr von einer Reise Symptome wie beim Denguefieber bei sich feststellen, suchen Sie umgehend Ihren Hausarzt auf.
Das Denguefieber ist sehr verbreitet in tropischen und subtropischen Gebieten, bevorzugt in städtischen oder halbstädtischen Gegenden. Früher kam es nur in Südostasien vor, doch inzwischen breitet es sich rapide im übrigen Asien, in Afrika und vor allem Südamerika aus.
Eine gezielte Behandlung gibt es nicht. Schutz vor einer Ansteckung mit dem Dengue-Virus bietet allein die Abwehr der Mücken, die als Überträger gelten. Dazu sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten: Benutzen Sie ein Mückenrepellent, tragen Sie geschlossene Kleidung und schlafen Sie unter einem Moskitonetz.
Die Chikungunya-Viruskrankheit ist eine ansteckende Tropenkrankheit, die durch den Stich weiblicher Gelbfiebermücken (Aedes aegypti) oder Asiatischer Tigermücken (Aedes albopictus) übertragen wird.
Chikungunya, wörtlich übersetzt "Gebeugter Mann", wird auch als "Knochenbrecherfieber" bezeichnet, weil es mit massiven Gelenkschmerzen und Steifheit einhergeht.
Symptome: Schwerer grippeähnlicher Zustand ähnlich wie bei Denguefieber oder Malaria mit sehr hohem Fieber (oft etwa drei Tage lang über 40 °C), gefolgt von Hautausschlag, starken Gliederschmerzen und Steifheit, die den Patienten ans Bett fesseln.
Sollten Sie nach der Rückkehr von einer Reise Symptome wie beim Chikungunya-Fieber bei sich feststellen, suchen Sie umgehend Ihren Hausarzt auf.
Das Verbreitungsgebiet der Chikungunya-Viruskrankheit umfasst die Subsahara-Länder, Südostasien, Indien, Indonesien, Pakistan und die französischen Überseegebiete.
Derzeit gibt es keinen Impfstoff und keine wirksame Prophylaxe gegen das Chikungunya-Fieber. Schutz vor einer Ansteckung mit dem Virus bietet allein die Abwehr der Moskitos, die als Überträger gelten. Dazu sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten: Benutzen Sie ein Mückenrepellent tragen Sie geschlossene Kleidung und schlafen Sie unter einem Moskitonetz.
Gelbfieber ist eine akute Viruserkrankung. Hauptüberträger sind Stechmücken der Gattung Aedes.
In der Regel treten grippeartige Symptome (Abgeschlagenheit, heftige Kopfschmerzen, plötzliche Schlappheit, Rückenschmerzen und rapider Temperaturanstieg auf bis zu 39 °C) auf, doch kann es auch zu Blutungen im Magen-Darmtrakt und tödlichem Organversagen kommen. Die Bezeichnung "Gelbfieber" bezieht sich auf die Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht) aufgrund der Leberschädigung.
Sollten Sie nach der Rückkehr von einer Reise Symptome wie beim Gelbfieber bei sich feststellen, suchen Sie umgehend Ihren Hausarzt auf.
Gelbfieber ist sehr verbreitet in vielen tropischen Regionen Südamerikas und in Südafrika.
Wenn Sie eine Reise in ein Risikogebiet planen, suchen Sie vorher rechtzeitig Ihren Hausarzt oder einen Facharzt auf. Gegen Gelbfieber gibt es einen Impfstoff, der zehn Jahre lang immun machen kann und bei Reisen in die betroffenen Gebiete wirksamen Schutz bietet.
Dennoch sind weitere Vorsichtsmaßnahmen ratsam: Benutzen Sie ein Mückenrepellent, tragen Sie geschlossene Kleidung und schlafen Sie unter einem Moskitonetz.
Die Übertragung des West-Nil-Virus auf Menschen erfolgt vorwiegend durch Stechmücken, die sich zuvor mit dem Blut von Vögeln infiziert haben.
Die Symptome sind ähnlich einer Grippe, doch tritt drei bis sechs Tage nach der Infektion schlagartig hohes Fieber auf, begleitet von Kopf- und Rückenschmerzen, Muskelschmerzen und Übelkeit. In weniger als 15 % der Fälle kommt es zu Komplikationen wie Gehirn- oder Hirnhautentzündung. Meist heilt die Krankheit spontan aus, wobei gelegentlich Nachwirkungen auftreten.
Sollten Sie nach der Rückkehr von einer Reise Symptome wie bei der West-Nil-Viruskrankheit bei sich feststellen, suchen Sie umgehend Ihren Hausarzt auf.
Das Virus war schon mehrmals Auslöser von Epidemien in Afrika, Europa, dem Nahen Osten Asien und Ozeanien. In den USA wurde es 1999 erstmals entdeckt. Seither hat es sich auf dem nordamerikanischen Kontinent ausgebreitet.
Wenn Sie eine Reise in ein Risikogebiet planen, suchen Sie vorher rechtzeitig Ihren Hausarzt oder einen Facharzt auf. Gegen das West-Nil-Virus gibt es weder einen Impfstoff noch ein wirksames Medikament.
Zum Schutz vor Stechmücken, die den Erreger in sich tragen, sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten: Benutzen Sie ein Mückenrepellent, tragen Sie geschlossene Kleidung und schlafen Sie unter einem Moskitonetz.

Die Lyme-Borreliose ist eine von Zecken übertragene bakterielle Erkrankung. Erreger ist das Bakterium Borrelia burgdorferi. Zecken leben in Wäldern mit dichtem Unterholz, im Gebüsch, auf Wiesen und sogar auf städtischen Grünflächen.
Symptome: Grippeartiger Zustand (Abgeschlagenheit, Schüttelfrost, Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie Lymphknotenschwellung). Häufig bildet sich rings um den Zeckenbiss ein umschlossener roter Hof (Erythema chronicum migrans).
Unbehandelt kann die Lyme-Borreliose Spätfolgen wie Arthritis, Schädigungen des Nervensystems (Müdigkeit und Taubheitsgefühl, Lähmung der Gesichts- oder anderer Muskeln), Hirnhautentzündung und Herzrhythmusstörungen nach sich ziehen.
Suchen Sie nach Aktivitäten im Freien stets den ganzen Körper nach Zecken ab. Hat sich eine Zecke bereits festgesaugt, entfernen Sie sie sofort vollständig (mit Kopf), bevor sie die Krankheitserreger übertragen kann.
Sollten Sie Symptome wie bei der Lyme-Borreliose bei sich feststellen, suchen Sie umgehend Ihren Hausarzt auf.
Die Lyme-Borreliose kommt in Europa, Nordamerika und Asien vor.
Zur Vorbeugung meidet man Zeckenbisse von vornherein. Beachten Sie dazu einige Vorsichtsmaßnahmen: Benutzen Sie ein Zeckenrepellent, tragen Sie feste Schuhe und geschlossene Kleidung in hellen Farben, auf denen man Zecken leichter entdeckt.


